Auszug einer Rede von ANTOINE SCHNEIDER, SchülerInnen und Azubis gegen G20, Hamburg

„Ich will euch von einem Beispiel für die Politik von G20 erzählen. Mein FSJ war in Peru – ein wundervolles Land, das alles hat was man braucht: Küste, Hochland, Regenwald, Mineralien, Kupfer, Zink, Öl, und so weiter. Das Problem ist nur: Die Minen und die Produktion sind in der Hand von ausländischen Firmen, vor allem US-amerikanischen Firmen.

Sie verpesten die Umwelt. Bei einem Gletscherbesuch hat mir der Reiseleiter erzählt, dass der Gletscher in 8 Jahren nicht mehr da sein wird, denn hinter dem Gletscher befinden sich zwei Minen, die den Boden aufwärmen.

Ich habe mit einem Peruaner über die Rohstoffe gesprochen, die den Hafen verlassen. Sie wissen was dort passiert, die meisten Schiffe und Container kamen von Hamburg Süd und das wichtigste Thema war Kaffee. Hamburg ist der größte Umschlagplatz Europas für Kaffee. Die Einfuhrzölle auf geröstetem Kaffee sind hier viel höher als auf nicht geröstetem Kaffee. Selbst wenn die Peruaner Maschinen zum Rösten hätten, könnten sie damit keinen Profit machen.

Und sie wissen genau, dass all die vielen Rohstoffe die über ihre Häfen ihr Land verlassen zwar von ihren Händen produziert wurden, aber nicht den einfachen Menschen in ihrem Land gehören werden.

Stundenlang könnten wir solche Beispiele aufzählen, aber ich will sagen: Ich bin es satt am Tisch meiner Eltern zu sitzen und nur über Vergangenes zu reden: die 68er-Bewegung, der Putsch in Chile, im Iran, … Ich will jetzt Veränderung!

Wir müssen uns wehren, und wenn wir den Gipfel in Hamburg nicht verhindert bekommen werden wir immer lauter protestieren und Aktionen starten da- mit die Welt sieht das wir Hamburger uns gegen diese ungerechte Politik stellen und solidarisch sind mit den Menschen auf der ganzen Welt die ausgebeutet werden! Hoch die Internationale Solidarität!“

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