Fridays for Future: Kapitalismus vs. Klima

Am 18.01. demonstrierten im gesamten Bundesgebiet 25.000 Schüler*innen und Student*innen gegen die nationale wie internationale Klimapolitik der Herrschenden. In manchen Städten einige Hundert in anderen Tausende. Zum Schulstreik aufgerufen hatte das Bewegung Fridays for Future. Dieses hatte sich nach dem großen Medienecho über den Schulstreik der 16- jährigen Schwedin Greta Thunberg gegründet. In den sich in ganz Deutschland gründenden Ortsgruppen organisieren sich vor allem Schüler*innen und Student*innen. Auf Bundesebene aber auch in manchen Ortsgruppen ist zu beobachten, dass NGOs wie der BUND und Greenpeace, aber auch die Grüne Jugend einen gewissen, manchmal auch großen Einfluss auf die Bewegung nehmen.
Weil ein klares bundesweites Programm fehlt, unterscheiden sich die Forderungen der Streiks meist von Stadt zu Stadt. Daher sind die Forderungen bei manchen Streiks sehr wage und konsumkritisch, bei anderen, gerade dort wo es Mitgliedern der Linksjugend erfolgreich gelungen ist zu intervenieren, präzise und knüpfen an die soziale Frage an.

Der jetzige Erfolg dieses ersten bundesweiten Schulstreik, zeigt uns, dass unter einem großen Teil der Jugend, die Umweltfrage einer der Kristallisationspunkte der Politisierung ist.

Für die Linksjugend [’solid] gilt es nun in diese Bewegung hinein zu intervenieren und auf eine Zusammenarbeit zwischen Bewegung und Gewerkschaft hinzuwirken, um auch Auszubildende einzubinden und einer „Akademisierung“ der Bewegung zuvor zu kommen.

Desweiteren hat sie die Bewegung gegen die Vereinnahmung oder Angriffe durch bürgerliche Parteien wie etwa die Grünen, SPD, CDU, FDP und AfD zu verteidigen. Denn diese Parteien setzten seit jeher die Politik um, gegen die die Jugend nun auf die Straße geht. Der innerhalb der Bewegung häufig geäußerten Konsumkritik muss mit klaren Forderungen begegnet werden, die zeigen, dass die Hauptursache des Klimawandels eben nicht das Konsumverhalten der Massen ist, sondern die kapitalistische Produktionsweise der Konzerne.

Letztendlich muss in der Bewegung die Notwendigkeit einer Umweltpolitik propagiert werden, die die soziale Frage und letzten Endes die Systemfrage stellt. Denn nur wenn es uns gelingt, dass sich die Mehrheit der Menschen organisiert und mit der Profitlogik der Banken und Konzerne bricht, können wir unsere Lebensgrundlage vor dem zerstörerischen Kapitalismus retten.

Wir appellieren an alle Mitglieder sich an der Organisation und der Ausführung der kommenden Schulstreiks zu beteiligen und revolutionäre Inhalte in die Bewegung hineinzutragen.

Unsere Forderungen sind:

– Umstellung auf kostenlosen ÖPNV für Alle und Ausbau des Schienennetzes finanziert durch eine nach Einkommen gestaffelte Abgabe

-sofortiger Ausstieg aus der Braunkohle auf Kosten der Energiekonzerne und Umstellung auf erneuerbare Energien

-Enteignung der großen Energiekonzerne wie RWE, EON, Vattenfall unter demokratische Kontrolle der Arbeiter*innen

-kostenlose Umschulung von Arbeiter*innen zu Berufen im Sektor der erneuerbaren Energien oder anderen Branchen bei vollem Lohn- und Personalausgleich

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